Vor den Worten war der Rhythmus
- Bruno Cardoso

- vor 5 Tagen
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Wie Musik das Gehirn schon früh prägt

Bevor Kinder Sprache verstehen, verstehen sie Rhythmus.
Herzschlag. Atem. Schritte. Stimme. Diese Muster sind der erste Weg, wie ein Kind die Welt begreift.
Die Neurowissenschaft bestätigt, was Menschen seit Jahrtausenden intuitiv wissen: Rhythmus hilft, das Gehirn zu strukturieren. Er unterstützt die Emotionsregulation, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und die soziale Bindung. Man muss die Wissenschaft nicht kennen, um es zu sehen – beobachten Sie einfach, was passiert, wenn ein Kind einen gleichmäßigen Rhythmus hört.
Es beruhigt sich. Es bewegt sich. Es konzentriert sich.
Musik ist keine „zusätzliche Aktivität“ im frühen Kindesalter. Sie ist eine regulierende Kraft. Rhythmus gibt Kindern ein Gefühl der Sicherheit in ihrem Körper, noch bevor sie ihre Gefühle beschreiben können. Deshalb sind einfache Lieder, wiederkehrende Muster und vertraute Rituale so wirkungsvoll – sie geben dem Nervensystem etwas, woran es sich festhalten kann.
Deshalb kann schnellere, lautere und sich ständig verändernde Musik kleine Kinder auch überfordern. Mehr Reize bedeuten nicht automatisch mehr Lernen. Oft bedeutet es weniger Verbundenheit.
Eine einfache Erkenntnis: Langsame, repetitive und körperbetonte Musik vermittelt Kindern Geborgenheit – und Geborgenheit ist die Grundlage für Entwicklung.
👉 In unseren wöchentlichen Little Beats-Treffen nutzen wir Rhythmus und Wiederholung, um die Präsenz und Verbundenheit von Kindern und Eltern gleichermaßen zu fördern. Im Terminplan finden Sie ein Treffen in Ihrer Nähe.



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